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Interview mit Florian & Johannes Kuenz

02. Oktober 2026
Florian und Johannes Kuenz

Servus Florian & Johannes,

vielen Dank, dass ihr euch Zeit für unser Interview nehmt.

Ihr führt die Naturbrennerei Kuenz in Dölsach und konntet euch beim 3. Tiroler Lebensmittelinnovationspreis durchsetzen und den 1. Platz erringen. Erzählt uns bitte von eurem Betrieb und eurer Innovation.

Johannes: Unser Erbhof ist seit 1643 in Familienbesitz. Heute bewirtschaften wir rund 13 Hektar Obstgärten und haben uns vor allem auf den Anbau von Äpfeln und Birnen spezialisiert. Die eigenen Rohstoffe nicht nur anzubauen, sondern auch zu hochwertigen Produkten zu veredeln, hat bei uns seit Generationen Tradition. So ist über die Jahre ein vielfältiges Sortiment mit mehr als 40 verschiedenen Bränden und Likören, Apfelsaft sowie Single Malt Whisky und Gin entstanden.

Florian: Mit unserem Frizzanti 0,0 % ist heuer etwas ganz Neues dazugekommen. Unser Ziel war es, einen alkoholfreien Frizzante zu entwickeln, der nicht einfach nur eine Alternative zu einem alkoholischen Getränk ist, sondern für sich selbst steht: erfrischend, spritzig und fruchtig – und gleichzeitig geprägt von Rohstoffen, die typisch für Tirol sind. Dass wir damit den Tiroler Lebensmittelinnovationspreis gewinnen konnten, freut uns und unser gesamtes Team natürlich außerordentlich.

Was ist für euch die wichtigste Botschaft des 3. Tiroler Lebensmittelinnovationspreises?

Johannes: Für mich zeigt der Innovationspreis vor allem, dass Regionalität und Innovation kein Widerspruch sind – ganz im Gegenteil. Gerade aus traditionellen Rohstoffen, regionalem Wissen und neuen Ideen können spannende Produkte entstehen. Tirol hat hier unglaublich viel Potenzial. Der Preis macht sichtbar, wie innovativ die heimische Lebensmittelwirtschaft ist und wie viel Mut und Kreativität in den Betrieben steckt.

Was könnt ihr anderen Betrieben und Personen rund um Innovationen mitgeben?

Florian: Ich glaube, die besten Ideen entstehen dann, wenn man an etwas arbeitet, für das man wirklich brennt. Deshalb würde ich jedem empfehlen, Ideen nicht zu schnell zu verwerfen, sondern sie einfach auszuprobieren und konsequent weiterzuentwickeln. Bei unserem Frizzanti war auch nicht von Anfang an alles perfekt. Aber genau dieses Tüfteln, Verkosten und Verbessern macht am Ende den Unterschied – und vor allem auch Spaß.

Zum Abschluss: Was möchtet ihr noch unseren Leser:innen mitgeben?

Johannes: Am besten selbst probieren! Wir freuen uns natürlich, wenn viele neugierig auf unseren Frizzanti 0,0 % werden und ihn verkosten. Und vielleicht zeigt unser Beispiel auch, dass Genuss, Regionalität und Innovation wunderbar zusammenpassen – ganz ohne Alkohol.