Interview mit Thomas Penz

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Lieber Thomas,
vielen Dank, dass du dir Zeit für unser Interview nimmst!
Unsere Leser:innen kennen dich bereits als Spitzenkoch und du warst auch bereits bei uns im Genusswerk. Erzähle uns bitte aber noch kurz von dir und deinem kulinarischen Werdegang.
Meine Leidenschaft für das Kochen habe ich bereits in jungen Jahren entdeckt. Nach meiner Ausbildung in der Tiroler Gastronomie führte mich mein Weg durch die besten Restaurants im In- und Ausland, wo ich wertvolle Erfahrungen sammeln und meinen kulinarischen Stil weiterentwickeln konnte. Heute verbinde ich traditionelle Tiroler Küche mit modernen Einflüssen und lege besonderen Wert auf Regionalität, Qualität und die Förderung junger Talente.
Mit den JuniorSkills 2026 waren die Tourismus-Staatsmeisterschaften heuer in Tirol zu Gast. Die Tiroler Lehrlinge hast du als Coach vorbereitet und beim Wettbewerb begleitet. Was war besonders an diesen Tagen?
Die JuniorSkills 2026 waren für alle Beteiligten eine ganz besondere Erfahrung. Es war beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement, Ehrgeiz und welcher Leidenschaft die jungen Talente an die Aufgaben herangegangen sind. Als Coach durfte ich die Lehrlinge intensiv begleiten und ihre Entwicklung miterleben. Besonders stolz bin ich darauf, dass unser Tiroler Kochlehrling Paul Wiedemair den Staatsmeistertitel nach Tirol holen konnte – ein großartiger Erfolg, der die hohe Qualität unserer Ausbildung und die hervorragende Arbeit der jungen Fachkräfte unterstreicht. Neben den Wettbewerben waren vor allem der Teamgeist, der Zusammenhalt und die Begeisterung für den Beruf spürbar. Solche Erfolge zeigen, wie viel Potenzial in der nächsten Generation unserer Branche steckt.
Ein Faktor für Kulinarik ist das Lebensmittel. Was bedeutet für dich die Tiroler Landwirtschaft und Regionalität?
Die Tiroler Landwirtschaft ist für mich eine unverzichtbare Grundlage unserer Kulinarik. Unsere Bäuerinnen und Bauern leisten tagtäglich großartige Arbeit und schaffen hochwertige Produkte mit einer Qualität, die weit über die Landesgrenzen hinaus geschätzt wird. Regionalität bedeutet für mich nicht nur kurze Transportwege, sondern vor allem Wertschätzung für die Menschen hinter den Produkten. Wer regional einkauft und verarbeitet, stärkt die heimische Wirtschaft, erhält traditionelle Strukturen und kann gleichzeitig authentische Geschmackserlebnisse schaffen. Gerade in der Gastronomie sehe ich es als unsere Verantwortung, diese Qualität sichtbar zu machen und den Gästen näherzubringen.
Was möchtest du unseren Leser zum Abschluss noch mit auf den Weg geben?
Unsere Region bietet eine unglaubliche Vielfalt an hochwertigen Lebensmitteln, engagierten Produzent und kreativen Gastgeber. Mein Wunsch ist, dass wir diese Schätze bewusst wahrnehmen und wertschätzen. Wer regional genießt, unterstützt nicht nur die heimische Landwirtschaft und Gastronomie, sondern trägt auch dazu bei, Traditionen und Wissen für kommende Generationen zu erhalten. Und vor allem: Genuss beginnt oft direkt vor unserer Haustür.