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Trendbericht zur Kulinarik-Exkursion 2026:
Sichtbar anders – Erfolgsrezepte aus Südtirol

Organisiert von Agrarmarketing Tirol und Tirol Werbung, ging es heuer vom 14. bis 15. April nach Südtirol.

Exkursion 2025
Haltung ist das stärkste Marketinginstrument
Das gilt für Heiner Oberrauch, der den Aufwand französischer Weichkäse einfach selbst in die Hand nahm, für die Familie am Afingsbruckhof, die ohne chemischen Pflanzenschutz arbeitet und das mit einem schlichten „Was wir datun, tun wir“ zusammenfasst, und ganz besonders für Mals: Eine Gemeinde, die sich gegen Landesregierung, Bauernbund und Agrarindustrie gestellt hat und dadurch weltweit Beachtung fand. Haltung schafft Sichtbarkeit, die kein Werbebudget kaufen kann.
Kleinteiligkeit ist Stärke, nicht Schwäche
Alle besuchten Betriebe sind Familienbetriebe, viele davon im Nebenerwerb. Was sie verbindet: Leidenschaft, hohes handwerkliches Können und eine enge Bindung an die Region. Die Frage für Tirol lautet nicht, wie diese Struktur zu überwinden ist, sondern wie sie als kommunizierbares Qualitätsmerkmal positioniert werden kann.
Direktvermarktung braucht mutige Strukturen
Der Bauernladen Meran zeigt, dass Direktvermarktung im größeren Maßstab funktioniert, wenn die Spielregeln klar sind: regional, modern, fair – ohne Provision, ohne Umsatzobergrenze. Über 50 Betriebe unter einem Dach, architektonisch durchdacht, mit Gastronomie und Events verzahnt. Das ist kein Hofladen, das ist ein Statement.
Genuss und Nachhaltigkeit sind kein Widerspruch
Kränzelhof und Vinterra stehen dafür auf ganz unterschiedliche Weise: Der eine mit 50.000 Reben, Gartenkunst und Weinarchiv seit 1350, die andere mit gepachteten Feldern, Sozialauftrag und 110.000 Euro Jahresumsatz. Beide beweisen, dass Qualität, Authentizität und Verantwortung zusammengedacht werden können und müssen.
Neue Märkte erfordern neue Erzählungen
IDM Südtirol denkt Märkte aktiv weiter: Japan, Südkorea und Australien als Weinmärkte, Kampagnen mit Produzent:innen als Gesichter, Ökotourismus als Erlebnisformat. Für Tirol stellt sich die Frage: Was ist unsere kulinarische Erzählung, die stark genug ist, um international gehört zu werden?
Kooperation ist keine Kür, sondern Voraussetzung
Ob IDM, Vinterra oder der Bauernladen Meran – alle erfolgreichen Modelle dieser Exkursion bauen auf enge Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette. Einzelkämpfertum funktioniert im Kleinen; für sichtbare Positionierung braucht es Verbündete. 

Hier geht’s zum umfassenden Trendbericht zur Kulinarik-Exkursion: